Falsche Beerdigung von Leichen. Was ist los bei den Bestattern in Deutschland ?

Bestatter Leichenwagen
Bestatter Leichenwagen

Derzeit überfluten uns die Pressemitteilungen im in und Ausland über vertauschte Leichen in Krankenhäusern, Krematorien oder auf Friedhöfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier handelt es sich nicht etwa um eine makabre Geschichte, nein viel mehr springt uns beim Lesen der Zeitungsartikel die Realität ins Auge. Es sind nicht nur die vertauschten Leichen auch die Meldungen von Bestatter Betrug häufen sich.
Handelt es sich bei den Meldungen um eine graue Zone oder fängt der Eisberg gerade erst zu schmelzen an. Wie oft wurden schon Leichen vertauscht? Aber das ganze ist nie ans Tageslicht gekommen.


Hier nur ein paar schreckliche Meldungen in Kurzform:
Deutschland sucht die vertauschten Leichen.
Schlamperei auf dem Friedhof (via Bild.de) Eigentlich sollte Elsa K. († 92) in der Gruft liegen. Die Rentnerin starb vor wenigen Tagen im Klinikum in Frankenthal, wurde im Kreise ihrer Liebsten bestattet – dachten die jedenfalls.
Was sie nicht wussten: In dem hölzernen Sarg lag Klaus M. († 68).
Der Rentner starb zur gleichen Zeit im selben Krankenhaus.
Der Bestatter hatte die Leichen vertauscht!

Die vertauschte Urne der Gerda K. (NDR.de)
Urne versteckt: Prozess in Celle
Die Hinterbliebenen von Gerda Krieger sind schockiert: In der Urne auf dem Friedhof war nicht ihre Asche. Diese wurde fünf Jahre lang in einem Celler Krematorium versteckt.

Vier Tote, zwei vertauschte Leichen (Augsburger Allgemeine)
Betroffen, traurig und einfach ratlos - so lässt sich die Stimmung zusammenfassen, die das Leben der Menschen in Diedorf und Anhausen über Wochen im Sommers kennzeichnete. Bei einem furchtbaren Unfall auf der Augsburger Westtangente auf Höhe der Eichleitnerstraße wurden vier junge Leute getötet.

Bestatter vertauscht absichtlich 17 Urnen (by Hamburger Morgenpost)
Es ist ein Alptraum für Angehörige. Sie trauern um einen geliebten Menschen und plötzlich erfahren sie: In der Urne war die Asche eines Fremden. Ein Bestatter aus Bad Münster am Stein (Kreis Bad Kreuznach) ist für mindestens 17 solcher Fälle verantwortlich: Er hat Urnen unter falschem Namen beigesetzt – offenbar absichtlich. Zu hoher Zeitdruck soll zum ersten Fall des makaberen Betrugs geführt haben.

Ich denke nicht das der Zeitdruck die Ursache ist, vielmehr dürfte es die Gier von ein paar Bestattern sein. Das gleiche gilt für die Abzocke der Hinterbliebenen, was die alten Menschen um die Vorsorge bzw. um das angesparte Sterbegeld bringt.
Es fängt schon damit an, wenn man im Volksmund sagt: „ … in 3 Tagen muß eine Erdbestattung erledigt sein.“ Es sind aber z.B. in Bayern 96 Std., die man Zeit hat. Hier zählen aber Feiertage und Wochenende nicht. Hier ein Bsp. Verstirbt ein Mensch an einem Do. und der Freitag ist Feiertag dann wird der Feiertag und das Wochenende nicht mitgezählt. Es bleibt aber auch bei 96 Std. für die Hinterbliebenen. Zeit sich nicht nur bei einem Bestatter zu Informieren. Auch kann man bei einer Friedhofsverwaltung um eine Verlängerung der Zeit bitten, z.B. wenn die Verwandten aus dem Ausland anreisen müssen.
Es besteht in Deutschland eine freie Bestatter-Wahl. Weitere nützliche Infos finden Sie bei der Verbraucherinitiative aeternitas
Gerne können Sie auch mit uns Kontaktaufnehmen. Wir beraten Sie kostenlos NEUTRAL über alle Bestattungsarten und die dadurch resultierenden Kosten einer Beerdigung.
Wie erkennen Sie einen seriösen Bestatter?
Er nimmt sich Zeit für Sie, für die Beratung und Erklärung. Dabei stellt er Ihnen diverse Angebote vor.
Die Gesamtkosten werden transparent dargestellt. Sie können auf Anhieb erkennen, welche Kosten formell sind und entrichtet werden müssen, z.B. Friedhofsgebühren, und welche Sie selbst beeinflussen können, indem Sie den Umfang der Leistungen auswählen.

Wer Ihnen dubiose Versicherungen oder Geldanlagen als Vorsorge anbieten, kann nicht Seriös sein. (besser ist eine Vorsorge-Treuhand).
Bitte geben Sie nie einen Bestatter das Geld für eine Vorsorge Bar in Voraus – Nur über ein Treuhandkonto.

Er übt keinerlei Druck in Hinblick auf die Vertragsunterzeichnung, er nutzt Ihre emotionale Ausnahmesituation nicht aus.

Wichtig: Sie erhalten ein schriftliches und überschaubares Angebot ausgehändigt.
 Auch wenn Sie keine offene Aufbahrung vereinbaren, sollten Sie das Recht und die Möglichkeit haben, den Leichnam nach der Versorgung durch den Bestatter nochmals zu sehen. So können Sie sicher sein, dass die vereinbarte Ausstattung des Sarges eingehalten wurde.
Vorsichtig und skeptisch sollten Sie vor allem bei sehr günstigen Angeboten sein, denn bei Schleuderpreisen bleibt die Würde des Verstorbenen auf der Strecke.
Achten Sie bitte beim Angebot des Bestatters, daß alle Preise inkl. MwSt sind. (Brutto)
Die Preise einer Erd- oder Feuerbestattung hängen z.B auch vom Krematorium und der Friedhofsverwaltung ab.

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Kommentare: 2
  • #1

    Andrea (Donnerstag, 31 Mai 2012 17:10)

    Es ist schon eine Frechheit, was manche Bestatter sich erlauben.

  • #2

    Sandra Weiler (Freitag, 01 Juni 2012 14:32)

    Wie kann man eine Person Einäschern, ohne die nötigen Papiere zu haben?
    Da ist ja nicht nur der Bestatter Schuld, sondern auch das Krematorium.
    Braucht man den nicht auch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Polizei und gibt es kein Kontrolle durch einen Amtsarzt??? (Leichenschau)